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Begleitung im Familienalltag
Die Sozialpädagogische Familienbegleitung (SPF) ist eine zeitlich begrenzte, aufsuchende Begleitung mitten im Familienalltag.
Wir kommen zu Ihnen nach Hause und arbeiten mit der ganzen Familie. Ihr Kind ist dabei nicht Thema, sondern beteiligt: Wir beziehen es direkt ein. Das Ziel: Ihr Kind wächst in der eigenen Familie sicher und gut auf.
Die SPF ist für ganz unterschiedliche Familienthemen da – von Erziehungsfragen über Alltagsstruktur bis zu belastenden Lebenslagen.
In zwei Bereichen bringen wir besondere Tiefe mit:
Neurodivergenz
Wenn eine Neurodivergenz wie ADHS oder Autismus den Familienalltag prägt: Übergänge, Reize und Planung bestimmen den Tag, und die Kraft der Eltern ist aufgebraucht. Für diese Konstellationen bringen wir besondere Erfahrung mit. In der Begleitung bauen wir mit Ihnen einen Alltag, der Ihrem Kind entgegenkommt: verlässliche Abläufe, vorbereitete Übergänge, realistische Erwartungen. Dabei gilt: Am wirksamsten ist, was zusammenspielt. Elternarbeit, Schule und, wo angezeigt, ärztliche oder therapeutische Unterstützung greifen ineinander; bei ADHS spricht man von einem multimodalen Vorgehen, beim Autismus setzt wirksame Förderung ebenso bei Eltern, Schule und Umfeld an. Unsere Begleitung ist der Baustein im Alltag und sorgt mit dafür, dass die Fäden zusammenlaufen.
Medien im Familienalltag
Wenn sich das Zusammenleben um Bildschirme organisiert: tägliche Konflikte um Zeiten und Zugänge, oder ein Kind, das sich zurückzieht. Wir kennen diese Dynamiken. In der Begleitung klären wir mit Ihnen, was hinter dem Streit steht, und entwickeln Abmachungen, hinter denen Eltern und Kind stehen. Viele Familien begleiten wir allein wegen der Medienkonflikte, andere bringen beides mit: Neurodivergenz und Bildschirmthemen verstärken sich oft gegenseitig. Dann ist es ein Vorteil, wenn eine Begleitung beides aus einer Hand denkt.
Wie wir beide Themen fachlich verstehen, lesen Sie auf Haltung & Methoden.
Der Weg zur SPF
Erstgespräch bei uns jederzeit möglich
Kostenlos und unverbindlich – wir klären mit Ihnen, ob eine SPF passen könnte.
Der einfachste erste Schritt: ein kostenloses, unverbindliches Erstgespräch bei uns – wir hören zu und klären mit Ihnen, ob eine SPF passen könnte.
Sozialdienst oder KESB
Hier beginnt der offizielle Weg – die zuweisende Stelle klärt den Bedarf und entscheidet.
Der offizielle Weg beginnt bei der zuweisenden Stelle: Entweder Sie melden sich beim Sozialdienst Ihrer Wohngemeinde – oder der Sozialdienst bzw. die KESB schlägt Ihrer Familie eine SPF vor. In beiden Fällen klärt die Stelle den Bedarf ab und entscheidet, ob eine SPF das passende Angebot ist.
Anfrage & Kennenlernen
Die Stelle fragt bei uns an, und wir lernen uns unverbindlich kennen.
Die zuweisende Stelle fragt bei uns an. Meist lernen wir uns jetzt kennen – unverbindlich, bevor etwas unterschrieben ist. Wir übernehmen eine Begleitung nur, wenn es für Ihre Familie und für uns passt.
Finanzierung durch den Kanton
Der Kanton übernimmt die Kosten; je nach Einkommen kommt ein Selbstkostenanteil dazu.
Parallel beantragt der Sozialdienst die Kostenübernahme beim Kanton und berechnet, ob und in welcher Höhe Sie sich als Eltern an den Kosten beteiligen. Liegt die Zusage vor, startet die Begleitung – mit dem Gespräch zu dritt, wie unten beschrieben.
Die Begleitung
Auftrag klären
Gespräch zu dritt: Ziele, Rahmen und Informationswege festlegen.
Den Auftakt macht das Gespräch zu dritt: Sie, die zuweisende Stelle und wir klären Ziele, Rahmen und Informationswege – wer was erfährt, ist von Anfang an vereinbart. So wird aus der Anfrage ein klarer Auftrag, den alle mittragen.
Verstehen und Ziele setzen
Wir lernen Ihren Alltag kennen; aus dem Auftrag werden überprüfbare Ziele.
Zuerst verstehen, dann handeln: Wir lernen Ihre Familie und Ihren Alltag kennen und schauen gemeinsam, was belastet und was schon trägt. Aus dem Auftrag werden konkrete, überprüfbare Ziele mit klaren Schritten.
Im Alltag umsetzen längste Phase
Bei Ihnen zu Hause, in echten Situationen – dichter, wenn nötig, weniger, sobald es trägt.
Wir arbeiten bei Ihnen zu Hause, in echten Alltagssituationen – ausprobieren, üben, dranbleiben. In intensiven Phasen sind wir dichter da; sobald es trägt, wird die Begleitung schrittweise weniger – damit Ihre Familie es zunehmend selbst kann.
Abschliessen
Geplant und gemeinsam begründet, mit Blick auf das, was bleibt.
Zum Schluss schauen wir gemeinsam auf die Ziele: Was ist erreicht, was trägt weiter? Der Abschluss wird geplant und begründet – und was sich bewährt hat, sichern wir so, dass es ohne uns weitergehen kann.
Begleitend über alle Stationen ziehen wir in regelmässigen Standortgesprächen Bilanz – mit Ihnen und der zuweisenden Stelle. Berichte orientieren sich an den vereinbarten Zielen; wir besprechen sie vorgängig mit Ihnen. Eine Begleitung dauert in der Regel bis zu zwölf Monate; über eine Verlängerung entscheidet die zuweisende Stelle.
Wie wir innerhalb dieser Stationen methodisch arbeiten, lesen Sie unter Haltung & Methoden.
Was die Begleitung kostet
Die Begleitung wird über das Kantonale Jugendamt finanziert; von uns erhalten Sie keine Rechnung. Je nach finanzieller Situation kann eine Kostenbeteiligung der Eltern dazukommen; bei knappen Verhältnissen entfällt sie. Was das für Ihre Familie bedeutet, besprechen wir im Erstgespräch.
Ausführliche Kostenübersicht